Schulprogramm

 

Stand Januar 2017

 

 

Wir sind auf der Höhe…

 

…damit ist zu allererst unsere geographische Lage gemeint.

 

„Wälder steigen die Hänge hinauf, eilen durch Schluchten und Täler zur Höhe, halten vor der Höhe an und heben die weite Platte der Hochebene ins Licht…“ so beschreibt Bernhard Flemes in seinem 1923 erschienenen Buch vom Weserbergland „Strom und Hügel“ die Ottensteiner Hochebene.

 

Ottenstein liegt mit seinen Ortsteilen Lichtenhagen, Glesse und Sievershagen 220 Meter über der im Tal fließenden Weser.

 

 

Wir vier Lehrerinnen der Grundschule Ottenstein sind täglich bestrebt, auch in vielen anderen Bereichen für unsere Schüler „auf der Höhe“ zu sein.

 

Gerade durch unsere kleinen Klassen, unserem ständigen Austausch und unserem direkten Kontakt zu den Eltern haben wir die Möglichkeit, auf jeden Schüler ganz individuell einzugehen, zu fördern und zu fordern sowie Inklusion zu leben.

 

Die vier Teilbereiche unseres Leitbildes geben einen Einblick in unser Schulleben:

 

 

 

Schulleben und Schulkultur sind vielfältig

 

Lesen öffnet Welten

 

Inklusion – wir leben sie

 

Bewegung und Gesundheit -

„bewegte Schüler lernen leichter“

 

 

 

 

 

 

Schulleben und Schulkultur sind vielfältig

 

Unsere Schule ist ein Ort der Gemeinschaft, gebildet aus unterschiedlichen Erfahrungen, Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Handeln von Schülern, Lehrern, Eltern und Mitarbeitern. Feste und Feiern, Veranstaltungen und Projekte festigen unseren Zusammenhalt und rhythmisieren das Schuljahr.

 

 

WIR feiern gemeinsam

 

Einschulungs- und Schlussfeiern bilden den Rahmen eines Schuljahres. Diese Feiern werden maßgeblich von unseren Schülern und Eltern vorbereitet und mitgestaltet. Die Schüler der dritten und vierten Klassen heißen die Erstklässler mit einem Theaterstück in unserer Schule herzlich willkommen. Weitere Feste im Laufe des Schuljahres sind: Weihnachtsfeiern, Schul- und Klassenfeste, Sport- und Spielfeste. In der Vorweihnachtszeit gestalten die Schüler einer Klasse jeden Montag eine adventliche Stunde für die Schulgemeinschaft. Zu den verschiedenen Anlässen präsentieren die Schüler ihre Fähigkeiten, die sie im Unterricht erlernt oder außerschulisch erworben haben.

 

WIR gestalten mit

 

Wir verstehen uns als Teil unserer Dorfgemeinschaft und beteiligen uns mit vielfältigen Aktionen am kulturellen Leben. Präsentationen des Dorfes bei Wettbewerben beginnen mit einem eigenen Programmpunkt auf unserem Schulhof. Zur jährlich stattfinden Gemeinde-Seniorenfeier studieren die Kinder der dritten und vierten Klassen eine weihnachtliche Vorführung ein. Ebenso findet eine Vernetzung mit der Kirchengemeinde statt. Schüler verfassen Beiträgt für den Gemeindebrief und wir laden die Dorfgemeinschaft zum Schulabschlussgottesdienst am letzten Schultag des Jahres ein. Viele Schüler und Schülerinnen beteiligen sich am „Theater in der Kirche“, das jährlich im Advent einen kulturellen Höhepunkt in unserer Gemeinde bildet.

 

WIR vergleichen uns

 

Sich zu vergleichen ist eine wirkungsvolle Maßnahme zur Förderung der Schüler und Schülerinnen. Projekt- und fächerübergreifendes Arbeiten und das Vorbereiten und die Vorstellung von Präsentationen werden geschult.

Unsere Kinder möchten zeigen, dass sie mit Kreativität und Ausdauer an gestellten Aufgaben arbeiten können. In Wettbewerben und Turnieren präsentieren sie ihre Fähigkeiten auch außerhalb des Lehrplanes.

 

Vera - Das gemeinsame Vorhaben aller Bundesländer, Vergleichsarbeiten in der dritten Jahrgangsstufe durchzuführen, gründet sich auf den einheitlichen Bildungsstandards und Kompetenzstufenmodellen für die Unterrichtsfächer. Aus den Rückmeldungen zu den Ergebnissen der Vergleichsarbeiten und den didaktischen Handreichungen ergeben sich Hinweise zum aktuellen Leistungsstand der Klasse und den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler. Rückschlüsse über die eigene Arbeit, auch der Lehrenden, können in der Schulentwicklung und Qualitätssicherung Berücksichtigung finden.

Känguru der Mathematik ist ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für rund 6 Millionen Teilnehmer in über 60 Ländern weltweit, der einmal jährlich am 3. Donnerstag im März stattfindet. Die Teilnahme am Känguru-Test weckt die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik durch interessante Aufgaben, die selbstständiges Arbeiten fördern - rauchende Köpfe inbegriffen!

Mit der Teilnahme an sportlichen Wettbewerben bieten wir unseren Schülern und Schülerinnen die Chance, ihre individuelle Begabung und Fähigkeit auch über die Schule hinaus zu zeigen. Die Anerkennung sportlicher Leistungen stärkt das Selbstwertgefühl der teilnehmenden Kinder und bewirkt eine Ausrichtung auf Fairplay und Teamgeist.

WIR ziehen aus

 

Zum integrativen Ansatz unserer Schule gehören mehrtägige Klassenfahrten und eintägige Schulfahrten und Wandertage selbstverständlich dazu.

Als Gruppe Spaß und gemeinsame Erlebnisse haben, sich besser Kennenlernen und „Abenteuer“ erleben, das sind unsere Ziele. Und dafür müssen wir nicht einmal weit fahren. Die Jugendbildungsstätte Fürstenberg im Hochsolling inmitten ihrer Naturlandschaft bietet viele erlebnispädagogische Angebote und Freizeitmöglichkeiten.

In Verknüpfung mit Unterrichtsprojekten vervollständigen Besuche zu unterschiedlichsten Aktivitäten unser Ausflugsprogramm:

 

WIR essen gemeinsam

 

Essen nimmt eine zentrale Rolle in unserem Leben ein. Gemeinsame Mahlzeiten sind eine wichtige soziale Handlung, die wir in den Schulvormittag aufnehmen. Vor der ersten Hofpause frühstücken wir gemeinsam in den Klassen. In der Stundentafel haben wir dafür 10 Minuten vorgesehen. Jeden Dienstag wird uns durch Eltern ein gesundes Frühstück serviert. Alle Kinder nehmen auf dem Schulflur Platz – gemeinsam in freundlicher Atmosphäre schmeckt es noch besser!

 

WIR kooperieren

 

Unsere Schule ist mit verschiedensten Partnern, Vereinen und Verbänden vernetzt. Durch außerschulische Kooperationen können wir abwechslungsreiche Angebote in unseren Schulalltag integrieren und das Mitwirken von Eltern und Experten ermöglicht verschiedenste Projekte.

Hier stellen wir unsere Kooperationspartner vor:

 

 

 

 

 

Lesen öffnet Welten

 

Lesen – Ein Schlüssel zu dir selbst, zur Umwelt, zum aktuellen Geschehen

 

Die Lesefähigkeit ist fundamental, eine Voraussetzung für ein selbstständiges Leben.

 

Der Mensch entnimmt Geschriebenem täglich wichtige Informationen als Handlungsanweisungen. Hinweisschilder, Rezepte, Bedienungsanleitungen, Verordnungen müssen gelesen werden, um danach handeln zu können.

 

Tageszeitungen informieren über das aktuelle Weltgeschehen.

 

Jede Aus- und Weiterbildung erfordert Lesefähigkeit.

 

Die Teilhabe an der Kultur und ihre Weitergabe hängen von der selbstständigen Aufnahme von Literatur, Bibeltexten, Liedgut ab.

 

Lesen ermöglicht die Kommunikation mit der Umwelt per Brief, Smartphone oder Computer.

 

Lesend bildet sich die Persönlichkeit eines Menschen mit seinen Interessen, Fähigkeiten und Ansichten heraus, indem er die Welt nah und fern kennenlernt, aus einem Fundus das für ihn Interessante auswählt.

 

Lesend kann man eintauchen in das Reich der Phantasie und dort zum Vergnügen verweilen.

 

  1. öffnet eine gute Lesefähigkeit Welten und hält den selbstbestimmten Menschen auf der Höhe der Zeit.

 

Früh beginnt unsere Grundschule in Kooperation mit den ansässigen Kindertageseinrichtungen, den zukünftigen Erstklässlern die Freude an Literatur zu vermitteln, wenn die Dritt- und Viertklässler ihnen einmal im Monat in den Räumen der Grundschule oder der Kindertagesstätten altersgerechte Geschichten und Bilderbücher vorlesen. Dabei zeigen die Großen ihre Lesefähigkeit und sind stolz darauf.

Die Gemeindebücherei in unmittelbarer Nähe der Schule bietet ein regelmäßig aktualisiertes, breites Angebot an Büchern und Tonträgern. Montags in der ersten großen Pause finden Ausleihe und Rückgabe nach einem Einführungsbesuch der Erstklässler wie selbstverständlich statt.

 

Lesekisten aus der Gemeindebücherei bereichern und vertiefen die Arbeit im Sachunterricht.

 

Auch die schuleigene Bücherei nutzen die Grundschüler intensiv. Sie wird von den Dritt- und Viertklässlern in den großen Pausen verantwortungsvoll geführt. Feste Lesezeiten an bestimmten Tagen für die einzelnen Jahrgangsstufen ermöglichen das Stöbern und Schmökern in ruhiger Atmosphäre.

 

In jedem Schuljahr und im Rahmen von Projektwochen beschäftigen sich die Schüler intensiv mit einer Schullektüre. Fächerübergreifend erarbeitete Ergebnisse erfreuen bei der Präsentation Mitschüler, Lehrer und Eltern und lassen Literatur mit allen Sinnen erleben.

 

Spannend ist ein Einblick in die Arbeit eines Buchautors, der den Schülern bei Autorenlesungen geboten wird. Die zahlreichen Fragen der Kinder spiegeln ihr großes Interesse wider.

 

Am Welttag des Buches arbeitet die Grundschule mit einer Bücherei zusammen, die rund um ein Bücherthema in einer Veranstaltung das Interesse der Kinder an Literatur weckt und stärkt. Während des Besuches können die Kinder auch im Buchladen stöbern. Vorbereitend erhalten die Schüler ein Buchgeschenk, das im Unterricht mit Begleitmaterial vertiefend erarbeitet werden kann.

 

Ab der dritten Klasse ist die Arbeit mit dem Leseförderprogramm „Antolin“ ein regelmäßiger Bestandteil des Deutschunterrichts. In der Schule und zu Hause lesen die Schüler Bücher und beantworten online Quizfragen zum Buch. Hierdurch sammeln sie Punkte und können am Schuljahresende stolz eine Urkunde in Empfang nehmen.

 

Mit dem Projekt „Zeitung in der Grundschule“ arbeitet die Grundschule mit der Hamelner Tageszeitung DEWEZET und dem IZOP-Institut zusammen. Die Dritt- und Viertklässler lesen mehrere Monate die Tageszeitung, setzen sich spielerisch und fächerübergreifend mit ihrem Aufbau und Inhalt auseinander und schreiben einen eigenen Artikel für die Zeitung.

 

 

 

Bewegung und Gesundheit – „Bewegte Schüler lernen leichter“

 

„Wer sich bewegt, dem fällt das Denken leichter!“

 

Die Lust am Lernen aktiviert man als Lehrer bei den Schülern, indem man ganzheitliche Lehr- und Lernmethoden einsetzt und handelnde, bewegende und entspannende Elemente mit in den täglichen Unterricht einbaut.

Gerade im Vor- und Grundschulalter spielt Bewegung eine entscheidende Rolle. Durch Hüpfspiele, Fußball oder Klettern usw. werden die Gehirnhälften spielerisch für die Zusammenarbeit ausgerüstet. Über Bewegung lernen Kinder ihren eigene Körper und ihre körperlichen Fähigkeiten kennen, lernen mit Erfolgserlebnissen und Misserfolg umzugehen, können Gefühle und Empfindungen über diesen Weg ausdrücken und verarbeiten, gehen aufeinander zu, spielen miteinander und üben gemeinsames Tun.

 

Durch die Technisierung und Motorisierung wird die heutige Kindheit zum großen Teil bestimmt und aus der Straßenspielkultur ist eine häusliche Sitz- und Stehkultur geworden.

Unsere Landkinder sind den Stadtkindern in der Hinsicht überlegen, dass sie intensivere Bewegungsmöglichkeiten haben, doch auch hier vollzieht sich ein Wandel.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Ernährung und die Beschäftigung der Kinder enorm gewandelt. Früher haben die Kinder ihre Freizeit überwiegend draußen spielend, lesend oder zuhause helfend verbracht – sie waren viel in Bewegung. Heute sind viele Kinder der Reizüberflutung des Fernsehens und des Computers ausgesetzt. Intensive Reize verbunden mit weniger Bewegung und Entspannung führen zu Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten. Geistige Funktionen sind mit den körperlichen und seelischen eng verbunden. Deshalb ist es sinnvoll, die Schüler ganzheitlich anzusprechen und alle Möglichkeiten zu nutzen, um über Bewegung das Gehirn immer wieder neu zu aktivieren und leistungsfähig zu erhalten.

 

Aufgrund dieses Wandels haben wir es uns an unserer Schule zum Ziel gemacht, unseren Schülern möglichst viele Bewegungsangebote anzubieten und mit ihnen gemeinsam durchzuführen.

Neben den Sportstunden, die in der Stundentafel verankert sind, haben unsere Schüler während der Hofpausen die Möglichkeit, unterschiedliche Spielgeräte auszuleihen, Fußball zu spielen oder sich auf dem Spielplatz mit Klettermöglichkeiten auszutoben. Bei schlechtem Wetter werden die Pausen in die Turnhalle verlagert, damit die Kinder dort ihrem Bewegungsdrang nachkommen können.

In den Unterricht bauen wir Lehrer immer wieder kleine Bewegungsgeschichten ein, um die Konzentration wieder anzuschubsen.

Neben diesen täglichen Bewegungsangeboten nehmen wir mit unserer Schule über das laufende Schuljahr hinweg an unterschiedlichen Sportangeboten- und Wettkämpfen teil. Das kann der Handballtag, ein Tischtennis-Turnier oder die Teilnahme an „Skipping Hearts“ sein. Zum Schuljahresende führen wir immer ein Sportfest auf dem Sportplatz durch, bei dem die Schüler sich in diversen leichtathletischen Disziplinen messen und Urkunden (BJS und Deutsches Sportabzeichen) erlangen können.

Nachmittags haben unsere Schüler die Möglichkeit das umfangreiche Angebot des heimischen TSV Ottenstein zu nutzen und gemeinsam Fußball zu spielen oder zu turnen. Auch Kinder-Yoga wird gern von den Schülern angenommen.

 

Diese Bewegungsangebote werden in weiteren Fächern durch Themen wie „Mein Körper“, „Gesunde Ernährung“ oder „Gesundes Frühstück“ und den Erwerb des Erste-Hilfe-Scheins ergänzt.

 

Das wöchentliche Elternfrühstück, das immer dienstags von 2 Müttern vorbereitet wird, steht ebenfalls unter dem Motto „Gesunde Ernährung“ und wird von allen Schülern sehr gern angenommen. Hier bereiten die Eltern ein gesundes Frühstück mit Brötchen, Aufschnitt und Käse, Obst und Gemüse sowie diversen Müslis für die Kinder vor.

 

Inklusion – wir leben sie

 

Die inklusive Schule

 

Niedersachsen, wie alle Bundesländer, hat die Verpflichtung, den Artikel 24 („Bildung“) der Behindertenrechts- Konvention der Vereinigten Nationen umzusetzen. Ende 2008, Anfang 2009 haben Bundestag und Bundesrat den Übereinkommen zugestimmt. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe an den allgemeinen Menschenrechten und Grundfreiheiten von Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten.

In Niedersachsen ist die inklusive Schule verbindlich zum Schuljahresbeginn 2013/14 eingeführt worden. Die inklusive Schule ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu den niedersächsischen Schulen.

Eltern von Schülerinnen und Schülern mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung erhalten ein Wahlrecht, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll.

 

Unsere Grundschule nimmt seit dem 1. August 2013 alle Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an sonderpädagogischer Förderung ab dem ersten Schuljahr auf. Für diese Schülerinnen und Schüler werden zusätzliche Förderschullehrerstunden der entsprechenden Förderschulen zur Verfügung gestellt. Entscheidend dafür ist der jeweilige Förderschwerpunkt.

Die Grundversorgung wird von dem Münchhausenförderzentrum Bodenwerder abgedeckt. Im Bereich der Geistigen Entwicklung kommen Förderschullehrer der „Schule an der Weser“ aus Holzminden zu uns in den Unterricht. Der Mobile Dienst „Soziale und Emotional Entwicklung“ steht bei Bedarf von der Anne-Frank-Schule aus Holzminden zur Verfügung. Für den Bereich „Körperliche und Motorische Entwicklung“ ist die Schule im Bockfeld aus Hildesheim unser Mobiler Dienst. Die Franz-Mersi-Schule aus Hannover deckt den Mobilen Dienst für den Bereich „Sehen“ ab und für den Förderschwerpunkt „Hören“ ist der Mobile Dienst des Landesbildungszentrums in Hildesheim unser Ansprechpartner.

 

Ein Kind mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann seine Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten und Lernmöglichkeiten im Austausch mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern in einer inklusiven Schule erweitern, es hat dadurch keinen Sonderstatus.

Alle Schülerinnen und Schüler lernen im Umgang mit den Inklusionskindern sehr viel, vor allem im sozialen Bereich.

 

Die kleinen Klassenstärken unserer Schule bzw. überschaubare Schülerzahlen unterstützen maßgeblich den individuellen Lernprozess des inklusiven Kindes.

Ob ein Kind auf sonderpädagogische Unterstützung angewiesen ist, wird durch das Verfahren zur Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung abgeklärt. Eltern werden in dieses Verfahren mit einbezogen.

 

Individuelle Lernentwicklung

 

Ist ein Unterstützungsbedarf festgestellt worden, wird für das Kind ein Individueller Lehrplan erstellt. Zweimal im Schulhalbjahr, Herbst-Frühjahr, kommen Förderschullehrkräfte und unterrichtende Lehrerinnen zusammen, um über die individuelle Lernentwicklung (ILE) zu berichten, zu dokumentieren, zu ergänzen und zu modifizieren.

- Bringen die Fördermaßnahmen den erhofften Erfolg?

- Muss die Art der Förderung verändert werden?

- Muss der geplante Förderzeitraum verlängert werden?

- Kann die Förderung vorzeitig beendet werden?

 

Sprachförderung vor der Schule

 

Sprachförderung im vorschulischen Bereich wird bei Bedarf von einer Lehrkraft unserer Schule wöchentlich durchgeführt. Aufgrund von Beobachtungen und Auswertungen des Sprachfeststellungsverfahrens (Fit in Deutsch) werden Inhalte der individuellen Sprachförderung festgelegt.

 

Deutsch als Zweitsprache

 

Die Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache wird von einer Lehrkraft unserer Schule mit täglich einer Schulstunde durchgeführt. Die Lernentwicklung dokumentieren wir vierteljährlich in einem individuellen Beobachtungsbogen.

 

Lernentwicklungsdokumentation

 

Der Grundsatzerlass „Arbeit in der GS“ besagt, dass alle Schulen in Niedersachsen für jeden Schüler und jede Schülerin einen individuellen Förderplan einerseits, andererseits eine Lernentwicklungsdokumentation von der 1. bis zur 4.Klasse zu erstellen hat.

Die Dokumentation der Lernentwicklung findet vor den Herbstferien und vor den Osterferien statt und wird protokolliert.

Werden im Laufe des Schuljahres bei Schülerinnen und Schülern Lernschwierigkeiten und Defizite in der Lernentwicklung festgestellt, ist es notwendig so schnell wie möglich gezielte Fördermaßnahmen einzuleiten. Auch hier ist es wieder von Vorteil, dass unsere Schule eine „kleine“ Schule ist. Der tägliche Austausch zwischen den Kolleginnen ermöglicht eine schnelle und direkte Umsetzung.

 

Schuleingangsphase

 

Um wirklich gezielt fördern zu können, ist eine genaue Kenntnis über Art und Ursache der Defizite und Schwierigkeiten oder besonderer Leistungen nötig. Dazu müssen genaue Beobachtungen und Screenings durchgeführt werden. Hierfür werden in den ersten Schulwochen drei verschiedene Verfahren in Kooperation mit der Förderschullehrerin der Münchhausenschule Bodenwerder sowie einem LRS-Therapeuten durchgeführt.

 

Mirola

Die Reise mit „Mirola durch den Zauberwald“ hat zum Ziel, die Lernausgangslage und den Entwicklungsstand jedes Schulanfängerkindes zu erfassen.

 

Münsteraner Screening

Das Münsteraner Screening (MÜSC) dient der Früherkennung von Lese- und Rechtschreibfähigkeiten. Mit dem diagnostischen Verfahren wird untersucht, ob Schulanfänger die notwendigen Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb mitbringen.

 

Mathematische Eingangsdiagnose

Das Mathematik-Lehrwerk „Flex und Flo“ hält für jede Klassenstufe eine Eingangsdiagnostik bereit, die von den Lehrkräften zu Beginn der einzelnen Schuljahre durchgeführt wird. Im laufenden Schuljahr werden zu den unterschiedlichen mathematischen Themen kleine Diagnosen geschrieben, die sofort auf Schwierigkeiten oder Defizite hinweisen, sodass darauf direkt mit passendem Fördermaterial reagiert werden kann.

 

Inklusion bei uns

 

An unserer Schule werden derzeit Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten „Lernen“, „Sprache“, „Körperliche und Motorische Entwicklung“ und „Geistige Entwicklung“ inklusiv unterrichtet. Die enge Zusammenarbeit der Lehrerinnen, der Förderschullehrkräfte, der Mobilen Dienste und der Eltern ist unabdingbar, um allen Kindern gerecht zu werden und individuell zu fördern und zu fordern. Wir stehen im permanenten Austausch mit allen Beteiligten, sodass zeitnah auf Veränderungen reagiert werden kann.